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Am 3. November 1999 wurde durch die Gemeinderäte von Jonen und Oberlunkhofen entschieden; Die beiden Feuerwehren von Jonen und Oberlunkhofen sollen bis am 1. Januar 2002 vollständig zusammengelegt werden (Fusion).
Seit diesem Datum sind nun die beiden Feuerwehren unter dem Namen „Feuerwehr Oberlunkhofen-Jonen“ fusioniert. Bis zu diesem Zeitpunkt kann und darf aber jede Feuerwehr auf ihre eigene Geschichte zurückschauen.

Als erste Gemeinde im Kelleramt kaufte Jonen 1774 bereits eine Feuerspritze. Dieser Entscheid fusste in der Tatsache, dass am 24. Januar 1770 das Haus von Heinrich Spettig und Balthasar Karpf im Winkel niederbrannte. Die Einwohner von Jonen veranstalteten eine Sammlung zum Kauf der Feuerspritze, welche 250 Gulden und 10 Schilling einbrachte. Ebenfalls steuerte die Jonentalkasse 371/2 Gulden bei. Die Spritze wurde schlussendlich für 312 Gulden bei „Joh. Jacob Stovel, kupferschmidt und fürsprützenmacher“ in Uster gekauft. 1811 besass Jonen die Feuerspritze mit zwei Schläuchen von je 50 Schuh Länge, 10 Ledereimern, 6 einfachen Leitern, 3 Feuerhaken mit 3 Stangen und 2 Rundöhlen (Feuerlicht).

Nach der Einführung der Gebäudeversicherung im Aargau im Jahr 1806 besass Oberlunkhofen zusammen mit Unterlunkhofen und Arni schon Anfangs 1807 eine Feuerspritze mit 50 Schuh Schlauch, vier Feuerleitern und zehn lederne Feuereimer. Eingeteilt waren damals 24 Mann. Für die Feuerhaken waren acht Mann, für die Feuerleitern zwölf Mann und als Feuerläufer vier Mann bestellt. Nach diversen Dorfbränden in den Nachbarschaftsgemeinden (1792 in Unterlunkhofen und 1811 in Jonen) beschloss die Gemeindeversammlung, zur Verhinderung solcher Katastrophen im Jahre 1819, zukünftige Neubauten müssten mindestens 150 Schuh von Nachbargebäuden entfernt sein.
Nach bald 60 Jahren Betrieb hatte die Feuerspritze ausgedient und wurde 1867 durch eine Saugspritze ersetzt.

Bis 1898 wurde die Löschwasserversorgung in Oberlunkhofen mittels drei Feuerweihern gelöst. 1898 wurde dann die Wasserversorgung eingeführt und im selben Zug wurden auch gleich 16 Hydranten erstellt, für welche die Gemeinde damals 130 Franken pro Stück bezahlte. Schläuche und Wenderohre wurden angepasst und ein Hydrantenkorps wurde ausgebildet.

In Jonen wartete man noch vier Jahre länger mit dem Fortschritt und Komfort einer Wasserversorgung. 1902 war es aber auch hier soweit und die Feuerwehr musste sich anpassen. Es wurden 5 Abteilungen für Litzi, Obschlagen, Winkel und Stalden, Weingasse und einen Teil des Mitteldorfs, Unterdorf und den Rest des Mitteldorfs gebildet. Jede Abteilung bestand aus einem Chef, 2 Strahlrohrführern und 5 Mann für die Schläuche. Aarau forderte darüber hinaus die Anschaffung von einem Schlauchwagen, zwei Wenderohren, 200 Metern Druckschläuchen und vier Hydrantenschlüsseln und stellte dafür auch einen Staatsbeitrag in Aussicht. Nach einer Probe im Januar 1903 entschloss man sich, die Schläuche der alten Spritze an die Hydranten anzupassen und nur 150 Meter neue Schläuche zu erwerben.

Da das Wasserreservoir im Himmelrych zu wenig Druck für die Häuser im Feld und dasjenige in der Mörgeln zuwenig Druck für die Häuser in der Mörgeln lieferte, forderte das Versicherungsamt, die Hauptspritze müsse zur Druckverstärkung in diesen zwei Gebieten erhalten bleiben. Bis im Herbst 1958 wurde in Jonen deshalb immer noch eine Gruppe zur Druckverstärkung an der Spritze ausgebildet. Danach sollte im Notfall die Motorspritze von Wohlen zum Einsatz kommen. Die Spritze wurde 1958 ausgemustert und für 75 Franken von den Litzern gekauft. 1985 wurde sie schlussendlich von Jonen für 6000 Franken zurückgekauft.

In Oberlunkhofen war die Spritze von 1807 an bis 1954 im Untergeschoss des alten Schulhauses untergebracht. Als dieses 1954 abgerissen wurde, konnte die Feuerwehr ein „neues“ Lokal auf dem Areal der ehemaligen Volière beziehen. 1985 wurde schlussendlich das heutige Feuerwehrmagazin im Mehrzweckgebäude der Feuerwehr übergeben. Daraufhin war Platz für ein TLF vorhanden und dieses wurde anlässlich des Gibelhüttenfestes am 31.05.1986 eingeweiht.

1979 wurde in Jonen dem Bau eines Feuerwehrmagazins mit Bauamt, Zivilschutzräumen und einer Wohnung an der Lettenstrasse zugestimmt, Bausumme: 2.3 Mio. Franken. Das nötige Land wurde von der Bürgergemeinde für 64'280 Franken gekauft und der Erschliessung „Letten“ für 821'160 Franken zugestimmt. Die prekäre Finanzlage warf diese Pläne über den Haufen. Schlussendlich wurde 1985 der Bau einer kleineren Variante (ohne Zivilschutzräume) für 710‘000 Franken beschlossen. Am 28. September 1985 konnte das neue Joner Feuerwehrlokal eingeweiht werden.

Fusion
Ende 1999 wurde der Entscheid zur Fusion der Feuerwehren der Nachbargemeinden Oberlunkhofen und Jonen gefällt. Nach rund 200 Jahren Selbstständigkeit sind beide Feuerwehren nun seit 01.01.2002 in einer Feuerwehr der Grössenklasse III vereint. Dies brachte die Notwendigkeit eines neuen TLF’s mit sich, welches am 5. April 2003 eingeweiht wurde. Das alte Kleintanklöschfahrzeug der ehemals Joner Feuerwehr wurde ausgemustert.

Durch die Fusion konnten die Joner AdF von einer Neueinkleidung profitieren, welche in der Feuerwehr Oberlunkhofen schon 1999 stattgefunden hat. Diese Bekleidung entspricht nun den neuesten EU-Brandschutznormen. Die restliche persönliche Ausrüstung wird schrittweise auf den neuesten Stand gebracht.
Ebenfalls wurden im Jahr 2002 neun neue Atemschutzgeräte vom Typ Dräger PSS100 und dazu passende neue Helme angeschafft. Die Maske kann nun direkt am Helm angeflanscht werden.

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